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DIE ANTIKRIEGSKOALITION - POZNAÑ Die Geburtsstunde der antimilitaryschen Tätigkeit in Poznañ hat in der Mitte der 80-er Jahren stattgefunden. Es hat sich allgemeinpolnische Bewegung (WiP) "Wolno¶æ i Pokój" ("Freiheit und Frieden") organisiert. WiP, die während der Zeit der kommunistischen Diktatur funktionierte, hat sich als Ziel die Kampf um Demilitarisierung auf beiden Seiten der sogenannten "Eisernenvorhang" gestellt. Praktisch hat WiP in erster Linie gegen das Pflichtdienst beim Militär gekämpft. In dieser Zeit saßen in Polnischen Gefängnissen eine große Zahl von Objektors. Infolge spektakulärer Proteste wurde 1988 Gesetz erlassen, das die Umhandlung des Pflichtdienstes in Ziviltätigkeit erlaubte. In Poznañ in Jahren 1988-1989 eine fast 90% der Studenten umfassende Bewegung hat erreicht, dass bisherige Zwangsmilitärausbildung von Hochschulen fest gestrichen wurde. Letztlich dank der Aktionen WiP und NZS (Unabhängige Studenten Vereinigung) wurde Ersatzdienst radikal verkürzt. Leider in den nächsten Jahren wurde dieses Gesetz zu Fiktion. Trotz der Verringerung der Repressionsskala die Antimilitaristen wurden immer wieder festgenommen. WiP wirkte weiter, aber am Anfang der 90-er ihre Aktivität wurde von Polnischen Anarchistischen Föderation übernommen. Seit 1992 wurde die Hilfe für die Dienstverweigerer von Vereinigung "Objector" geleistet und bis heute beschäftigt sich damit eine Organisation genannt "Szwejk". Die ganze Zeit organisierte man Demos und direkte Aktionen gegen Repressionen für Dienstverweigerer. Unter anderem 1997 während des Gerichtsprozesses gegen einem 23-jährigen Pazifisten, der zu 1,5 Jahre verurteilt wurde, mehrere Demonstranten haben das Gerichtssaal besetzt. In die Aktion hat die Polizei und die Feuerwehr interveniert, um unter Schock stehenden Richtern zu befreien. Zahlreiche Demos haben auch gegen den Beitritt Polens in die Nato, während des Konflikts in ehemaligen Jugoslawien und während der Intervention in Afghanistan stattgefunden. Es gehört schon zur Tradition, die antimilitarysche Osternmärsche nach dem deutschen Beispiel jährlich durchzuführen. Bekannt ist auch unsere große Engagement in Themen wie Tschetschenien (Protestaktionen, Hilfeaktionen, etc.). Eine von diesen Aktionen, z. B. vor dem Russischen Konsulat, hat dazu beigetragen, dieses Problem auch Weltweit bekannt zu machen. Mitte Januar
2003 entstand die Idee der "Antikriegskoalition - Poznañ", einer
Gruppe der gehörten die Gegners der amerikanischen Intervention in Irak.
Unser "Minimum-Plan" ist zu einer großen, gut vorbereiteten
und dauerhaften Aktion geworden, währenddessen viele Demos, Happenings
und kulturelle Ereignisse organisiert wurden. Es gab u.a. eine Veranstaltung
von Kinderzeichnungen unterm Titel "Kinder gegen Krieg", die
Aktion "Food not Bombs" wurde reaktiviert. Unsere Tätigkeit
hat große Unterstützung der breiten Bevölkerung, u.a. Gewerkschaften,
Akademiker und der Welt der Kultur verdient.
Der
offene Brief an die europaeische Gesellschaften 01.04.2003 Der Krieg,
dem wir um jeden Preisvorbeugen wollten, ist ausgebrochen. Dieser Krieg
ist ungerecht; zynisch und mit Vorsatzt ausgeloest. Polnische gesellsschaftliche
Organisationen protestieren seit mehreren ochen gegen diesen Krieg und
gegen der Beteiligung daran der polnischen Armee. Der Praesident
Aleksander Kwa¶niewski und der Premierminister Leszek Miller vertreten
die polnischen Buerger nicht indem sie polnische Soldaten nach Irak schicken.
Ohne moralisches Mandat zum Auftritt im Namen des Landes haben sie eine
Entscheidung ohne Genehmigung der polnischen Gesellschaft getroffen und
damit haben sie die demokratische Ordnung gestoert. Anwendung
von Gewalt eigener Buerger gegenueber wurde zum Hauptargument unserer
Regierung. Krasses Beispiel dieser Politik ist brutale Auseinandertreibung
der friedlichen Antikriegsdemonstration am 20. Maerz in Warschau. Indem wir
uns an die europaeischen Gesellschaften direkt wenden, moechten wir versichern,
dass der polnischen Regierung gegenueber, die Mehrheit der Polen vereinigt
sich in den Bemuehungen um die Bewahrung des Friedens. Unsere Bewegung
fordert das zurueckziehen der polnischen Soldaten aus Irak. Wir stimmen
der Stationierung der amerikanischen Armee auf dem Gebiet Polens nicht
zu, so wie wir gegen die Anweseheit der sowjetischen Armee waren. Wir
leisten Wiederstand gegen den Plan der Ausgabe von 8. Milliarden Dollar
fuer, vor allem amerikanische Ruestung, waehrend im Staatshaushalt am
Geld fuer Gesundheitsfuersorge und Sozialhilfe mangelt, und die Arbeitslosigkeit
betraegt fast 20%. Indem wir
uns direkt an die europaeischen Gesellschaften wenden, vereinigen wir
uns mit ihnen in den Kampf um Frieden. Wir hoffen, dass der allgemeine Wiederstand gegen den Krieg kontinuiert wird, dem Willen aller freien Voelker der Welt gemaess.
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